Google futterverbrennt meine Podcasts

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Irgendwie hat Google in letzter Zeit das Abschalten entdeckt und hat darauf hin einen Teil von Feedburner kaputtgemacht. Jedenfalls ist dann eine kleinere bis mittlere Panik bei Podcastern ausgebrochen, die eine Gesundung bei XML-/RSS-Feeds angestoßen hat. Denn falls der Suchmaschinenhersteller (lol) das RSS-Projekt abstellen sollte, wären viele Podcaster und Newsseiten ohne Plattform, auf die sie sich lange verlassen haben. Ganz verstanden habe ich das nie, jedenfalls ändern nun reihenweise die Publizierenden die URL für den Feed.

Das Problem

Ich nutze auf meinem N900 gPodder in der Asbach-Version 2.20, da es keine neuere Version für Maemo auf dem N900 gibt. Nun gibt es keine Funktion, die sich „Link zum Podcast ändern“ oder „URL anpassen“ oder ähnlich heißt. Die Tatsache, so etwas zu bearbeiten, ist schlicht nicht möglich. Man kann den Podcast natürlich mit der neuen URL hinzufügen, wird allerdings eine URL angegeben, die auf Feedburner zeigt, wird diese automagisch angepasst, was ja nicht gewollt ist. Gibt man also bspw. www.ngc-ollie.de/feed/podcast an und ich verlinke weiter auf feeds.feedburner.com/ngc-ollies-podcast, steht letzterer Link im gPodder. Ich will aber natürlich immer den ersten Link, denn der wird umgebogen, falls was kaputt ist.

Die Diagnose

Alle Einstellungen, Folgen, usw. werden als SQLite-Datenbank im .config-Ordner gespeichert. Da ich mich bisher nicht mit Datenbanken befasst habe, habe ich mir dbBrowser aus den Maemo-Repositorys installiert und damit die Datei /home/user/.config/gpodder/database.sqlite geöffnet (Terminalriding folgt unten). Darin sind drei Tabellen: channels, episodes und sqlite_master. In der erstgenannten sind die Podcasts und derren Informationen, geordnet nach einer selbst vergebenen Nummer id. Diese muss man wissen, um die Einträge bearbeiten zu können, was man mit dem dbBrowser eigentlich auch tun können sollte. Ich habe mehrfach versucht, die URLs mit dbBrowser zu bearbeiten, allerdings werden meine Änderungen in keinem Eintrag übernommen. Also: Terminal to the rescue! (Ich mache das gerne via ssh und damit von einem kompletten PC mit Tastatur, aber das ist ein anderes Thema.)

Die Lösung

Nun folgt der Teil, vor dem man besser ein Backup der sqlite-Datei machen sollte. sqlite3 ist auf dem N900 automatisch installiert, also Konsole aufmachen und mit sqlite3 /home/user/.config/gpodder/database.sqlite in die Kommandozeile von sqlite wechseln. Hier ist es nun möglich SQL-Befehle, die ich mir schnell zusammengegooglet habe, auszuführen. Mit SELECT * FROM channels; (Semikolon nicht vergessen) wird der gesamte Inhalt von der Podcasttabelle ausgegeben. Leider wird einem fast wörtlich die Kommandozeile vollgekotzt, deswegen lieber dbBrowser nutzen. Der erlösende Befehl lautet nun UPDATE channels SET url=“$URL$“ WHERE id=“$ID$“; , wobei natürlich $URL$ und $ID$ jeweils der neue Link und die vorher ermittelte ID des Podcasts sind. Auch hier wieder Semikolon und Anführungszeichen nicht vergessen. Hat man ssh benutzt, kommt Copypasta zu Hilfe 😉 Da ich alle Links überprüfen wollte, habe ich die Links einzeln geändert, bestimmt ist auch ein massenhaftes Ändern möglich, das bleibt ja euch überlassen, indem ihr mal alle Befehle hintereinander schreibt. Ich wünsche viel Spaß, mir Kommentare, falls was falsch ist und euch viel Erfolg!

Elektrocast

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Da sieh mal einer an. Gestern Abend habe ich mit Daniel Autenrieth im Jobscast über Elektrotechnik gesprochen. Irgendwie haben wir zwei Stunden über alles mögliche gesprochen und 90% der Themen ausgelassen 😀 Ich hab jetzt schon eine Liste, was fehlt. Und eine Liste an Korrekturen, bei dem ich einfach Blödsinn erzählt habe 🙁 Bisher habe ich noch nicht den Mut gefunden, alles noch einmal nachzuhören, vielleicht gibt es dann wieder etwas zu lesen oder zu hören.

Weitergären, hier gibt es nichts zu geniesen, weitergären!

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Ich kam heute in den Genuss, die aktuelle Folge von Not Safe For Work 63 zu hören. Und im Rahmen des regelmäßigen Probeschmatzens ind die Ohrmuscheln des Hörers vielen viele Empfehlungen, die ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen, beziehungsweise erweitern kann, besonders in Richtung Bier.

Zur Sprache kam das Mahrs Bräu, das nach aktuellem Stand das leckerste Bier aus der Bamberger Bier-Szene ist. Ich schreibe absichtlich „lecker“, denn ob es das beste ist, weiß ich nicht. Ich kenne die Firma nicht :> Außerdem muss ich es auf das Keller- und das untergärige Bier einschränken, denn ich bin kein Weizenfreund, ich klammer damit ein breites Spektrum aus. Generell muss ich zu bedenken geben, dass ich im Monat selten mehr als ein Bier trinke. Damit liegen etliche Wochen zwischen den einzelnen Proben der gefühlten 500Mrd. Biersorten, die es um/in Bamberg gibt, und ein vollständiges Durchprobieren ist einer Lebensaufgabe sehr nahe. Deswegen habe ich zusätzlich zum Weizen-Ausschluss auch die Pilssorten links liegen lassen, weil ich vorerst kein gesteigertes Interesse am „Standardbier“ habe, wenn es so eine Auswahl gibt. Aber ich schweife ab.

Spezi-keller mit Ausblick

Spezi-Keller-Ausblick (aus Wikipedia)

Natürlich habe ich schon Rauchbier probiert, das MUSS man ja gemacht haben, wenn man in Paris ist, geht man ja auch zum Eiffelturm. Diese fränkische Spezialität polarisiert sehr stark und ich kann das verstehen, auch ich mag es nur, wenn ich wirklich Lust dazu habe. Aber jedem, der sofort ins Schlenkerla rennt sei gesagt: Wenn es dir zu „kantig“ schmeckt und das Wetter passt, dreh auf dem Absatz rum und probier das Spezial auf dem Spezi-Keller, das lohnt sich.

Wir saßen so wie auf diesem Bild mit vielen fremden Personen in der Sonne, mussten fast eine Stunde auf Getränke warten (Touris hatten den Service ge-dDoSt) und es war jede Sekunde wert. Wer den Rauchgeschmack nicht mag, bestellt ebenfalls „A U“ (das untergärige) und macht ebenfalls nichts Falsches.

Wer es richtig herb mag, dem sei das Herrenpils von Keesmann angeraten. Das schmeckt richtig herb, ohne trocken zu werden. Alle anderen haben wenig davon. Außerdem ging mir noch ein Festbier des Stegaurachers Hausbräu durch die Hände. Auch eine Empfehlung, wenn auch nicht ganz so rund wie das U vom Mahrs.

Ich werde hier nach und nach noch weitere Bierkritiken einpflegen, aber wie schon beschrieben, bei meinem Konsumverhalten kann dies noch Jahrzehnte etwas dauern.